Lloyd Ginny

Blitzkunst – or have you ever done anything illegal in order to survive as an artist ?

Frankfurt 1983, 120 unpag. Seiten, 20,2 x 20 cm, Auflage 500, Leinen-Einband mit Titel in Goldprägung, zweischrachige Ausgabe in Deutsch und Englisch. Erschienen im Verlag Kretschmer & Großmann
Interviews mit internationalen MailArt-Künstlern. Mit 54 Schwarz-Weiß-Porträt-Fotografien und Fragebogen. Die MailArt-Künstlerin Ginny Lloyd ist durch die Welt gereist und hat Mail-Art-Künstler besucht, die sich selbst und untereinander nur postalisch kannten.
Mit Texten von Carl Loeffler, Judith A. Hoffberg und Hal Fischer.

BLITZKUNST, ein von Ginny Lloyd herausgegebener Fotoband, ist eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit den kreativen Pionieren unserer Gegenwart. Kern des Buches ist die Dokumentation zeitgenössischer Künstler, deren Arbeitsweise sich von dem unterscheidet, was gemeinhin als etablierte Kunst betrachtet wird. Diese internationale Dokumentation hat die Form manipulierter Portraits experimenteller Künstler der Gegenwart und enthält zugleich einen soziologisch orientierten Fragebogen, der darauf abzielt, die persönliche, innerlich-instinktive Erfahrung zeitgenössischen Kunstschaffens zu untersuchen. Die meisten der porträtierten Künstler bemühen sich einerseits darum, mit neuen Materialien zu experimentieren, andererseits sind sie von dem Wunsch bestimmt, die Funktion der Kunst in der Gesellschaft zu untersuchen. Solche Künstler arbeiten am äußersten Rand der Kunstszene, indem Sie Medien benutzen, die normalerweise nicht der bildenden Kunst zugeordnet werden. Es handelt sich unter anderem um Mail-Art, Künstlerbriefmarken, Stempel, Publikationen, Kopierkunst, Performance, Video- und Audiokunst, um Archiv- und Museumsprojekte sowie um Projekte der Selbsthistorifikation.
Ginny Lloyds Arbeit ist die Reaktion auf die umfassenden Veränderungen, die die Gesellschaft international während der kommenden Jahrzehnte erleben wird – Veränderungen hervorgerufen durch neue Technologien, globale Interaktion und die Neuorientierung der Arbeiter in der folge des unvermeidlichen Niedergangs des Industrialismus im Westen. Innerhalb dieses Veränderungsprozesses werden neue Rollen und Materialien dem Künstler verfügbar werden und zu neuen Definitionen und Anwendungen der kreativen Haltung führen. (Carl Loeffler)
Ginny Lloyd zeigt hier in diesem Buch erstmals Künstler, die sich selbst kaum persönlich getroffen haben. Sie agieren weltweit durch postalische Medien und halten sich mit ihrer Person weitgehend im Hintergrund, in einigen Ländern auch im Untergrund. Ginny Lloyd hat sie besucht und auf ihre besondere Art fotografisch porträtiert und gewährt uns so einen seltenen Einblick in eine bis dahin ziemlich unbekannte Seite der aktuellen Kunst.

Künstlerliste
Abdada Leclair, Al Agius-Sinerco, Andrew Phillip Hayes, Banana Anna, Barbara Wyeth, Baroni Vittore, Bernhard Maurer, Cantsin Monte, Carrion Ulises, Christian van der Borght, Cleveland Buster, Colby Sas, Dean Nat, Deborah Freedman, Dogmatic Irene, Doris Doris Berman, Dreva Jerry, E.F. Higgins III, Eva Lake, F. Stop Fitzgerald, Gaglione Bill, Gajewski Henryk, Guglielmo Achille Cavellini, Hal Fischer, Harley Frances, Helen Holt, Hermann Hess, Hoffberg Judith A., Joe Lewis, Johann van Geluwe, John J. Rosser, Kazunobu Yanagi, Kwok Mang Ho, Leavenworth Jackson, Linda Frye Burnham, Lloyd Ginny, Loeffler Carl, Mark Rennie, Mollett Michael, Nancy Frank, Nouriman Manouchehri, Olbrich Jürgen O., P-Porridge Genesis, Petasz Pawel, Rehfeldt Robert, Richard Hambleton, Rocola Robert, Sando Counts, Schloss Arleen, Schmidt Aangelika, Scott Michael, Sigfried, Spiegelman Lon, Stefan Eins, Summers Rod, Van Barneveld Aart, Wolf-Rehfeldt Ruth

35,00 

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